Burnout (oder auch Burnout-Syndrom) kann vereinfachend gesagt als krankhafte Reaktion auf andauernden, oft jahrelangen Stress und Überforderun v.a. im beruflichen Kontext beschrieben werden. Ein solches kann mit unauffälligen Frühsymptomen beginnen und zu völliger Arbeitsunfähigkeit und Suizid führen. Ein Burnout geht dabei mit reduzierter Leistungszufriedenheit, einem Gefühl von Überforderung und emotionaler Erschöpfung einher.

 

Gemäss Maslach und Jackson (Maslach C, Jackson SE. The measurement of experienced burnout. J Occup Behav 1981; 2: 99 – 113.) zeichnen folgende 3 Kernsymptome ein Burnout-Syndrom aus:

 

Kernsymptom 1: Emotionale Erschöpfung

Beschreibung: Erschöpfungsgefühle aufgrund schwindender Energien. Im Vordergrund stehen hierbei die emotionale und körperliche Kraftlosigkeit wegen der langanhaltenden berufsbezogenen Belastung

Typische Verhaltensweisen: Frustration, Angst; Schnelle Erschöpfung nach wenigen Arbeits-stunden; Morgens und auch an Wochenenden erschöpft; Hobbies und soziale Aktivitäten werden verringert

Motiv/Ziel dieser Verhaltensweisen: Überlastung verringern, bzw. die noch bestehenden Ressourcen nicht gleich aufbrauchen lassen

 

Kernsymptom 2: Depersonalisation/Zynismus

Beschreibung: Eine negative oder teilnahmslose Haltung gegenüber anderen Mitmenschen; diese Personen können Mitarbeiterinnen, Kunden, Schüler, Studentinnen, Familienangehörige oder Kollegen aus Freundeskreis und Hobby sein.

Typische Verhaltensweisen: Abschätzige Äußerungen gegenüber Mitmenschen; Gefühle zu Mitmenschen wie Freude, Empathie, Anteilnahme, Trauer, Spannung, Kummer sind vollständig abgeflacht; bei Gesprächen fehlt die „innere“, emotionale Beteiligung; Freizeit, soziale Aktivitäten werden als sinn- und nutzlos eingeschätzt

Motiv/Ziel dieser Verhaltensweisen: Distanz schaffen zu anderen Menschen; Emotional-soziale Überforderung verringern

 

Kernsymptom 3: Verringerte persönliche Leistungsfähigkeit

Beschreibung: Versagensangst, Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung sowie das fehlende Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit stehen im Vordergrund

Typische Verhaltensweisen:

a) Substanzmissbrauch
b) Überstunden
c) Wochenendarbeit
d) Veränderungen und Probleme werden gemieden

Motiv/Ziel dieser Verhaltensweisen:

a) Leistungsfähigkeit „medikamentös“ erhöhen; mangelnde Leistungsfähigkeit mittels Medikamente kompensieren; Suche nach Ablenkung
b) Mangelnde Produktivität kompensieren
c) Beruf ist hauptsächlicher Lebensinhalt
d) Überlastung/Zusatzan-strengungen verringern

 

Wenn Sie solche Symptome bei sich feststellen, ist es als erste Reaktion wichtig, weder in Panik zu verfallen, noch diese einfach zu verharmlosen. Es ist wichtig zu realisieren, dass, auch wenn ein Burnout-Syndrom sehr ernsthafte Konsequenzen haben kann, Sie nicht die einzige Person mit solchen Symptomen sind. Es gibt eine breite Palette von Massnahmen und Hilfsangeboten, welche zur Verfügung stehen. Diese reichen von einem online Coaching wie auf unserer MeinStressCoach Plattform, über eine ambulante Psychotherapie bis hin zu einem stationären Aufenthalt in einer Stressklink. Entscheidend ist, festzustellen in welchem Ausmass Sie Unterstützung benötigen. Wie bei einem Krebstumor sind die Heilungschancen umso besser, je früher Sie etwas dagegen unternehmen!

 

Mit unseren professionellen und kostenlosen Stress- und Burnout-Tests können Sie im Nutzerbereich in wenigen Minuten erste Anhaltspunkte erhalten, wie hoch Ihr Stresslevel ist und ob Sie ein erhöhtes Burnout-Risiko haben.

 

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Quellen: Stark gegen Stress; Guy Bodenmann, Christine Klingler Lüthi, Beobachter Edition, 2013 und Copenhagen Burnout Inventory (CBI), 2004

 

 

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